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vom Di., 02.06.2026

Besuch der Senatorin zum Projektstart

HfMT startet „HipHop Academy Zertifikat@HfMT“
Viele Menschen stehen für ein Gruppenfoto auf einer Theaterbühne
© Julia Gieseler

Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) erhält im Rahmen des Förderprogramms „Calls for Transfer“ der Hamburg Innovation GmbH Unterstützung für gleich zwei Transferprojekte. Das Programm fördert Wissens- und Transferprojekte staatlicher Hamburger Hochschulen und unterstützt dabei, Innovationen aus Forschung und Wissenschaft in die Gesellschaft zu tragen. Zum offiziellen Start des Projekts „HipHop Academy Zertifikat@HfMT“ besuchte Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal die Theaterakademie der HfMT, um sich über das Vorhaben zu informieren. Das Projekt wird unter der Federführung von Dr. Benjamin Sprick, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Angewandte Ästhetik, sowie der Vizepräsidentin der HfMT, Dr. Bilinç Ercan-Catanzaro, umgesetzt.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines gemeinsam erarbeiteten Curriculums, das künstlerische Praxis, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet. Senatorin Maryam Blumenthal betonte bei ihrem Besuch, dass das Vorhaben weit über einzelne Maßnahmen hinausreiche. Ziel sei es, eine nachhaltige Struktur zu schaffen, die langfristig Bestand habe und neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Gesellschaft eröffne.

Auch Johanna Grosse-Lohmann von der Hamburg Innovation GmbH hob die besondere Bedeutung der Förderung hervor. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass mit dem Förderprogramm zunehmend auch Projekte aus dem künstlerisch-musischen Bereich unterstützt werden. Gerade hier werde der Transfergedanke in besonderer Weise sichtbar und weiterentwickelt.

Für die HfMT ist das Projekt zugleich ein Zeichen institutioneller Öffnung. Vizepräsidentin Dr. Bilinç Ercan-Catanzaro erklärte, dass es nicht nur darum gehe, neue Zielgruppen anzusprechen. Vielmehr zeige das Projekt die Bereitschaft der Hochschule, neue Perspektiven, ästhetische Erfahrungsräume und Formen des gegenseitigen Lernens zuzulassen. Damit setze die HfMT ein deutliches Signal für die Anerkennung und Wertschätzung von HipHop-Kultur als wichtigen Bestandteil der gesellschaftlichen Gegenwart.

Der Besuch der Senatorin unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Hamburger Wissenschafts- und Kulturlandschaft. Mit dem „HipHop Academy Zertifikat@HfMT“ entsteht ein innovatives Transferprojekt, das künstlerische Exzellenz, Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet und neue Zugänge zur Hochschule eröffnet.

Mit Blick auf die kommenden Monate skizzierte Projektleiter Dr. Benjamin Sprick bereits die nächsten Schritte. Geplant sind Schnupperkurse, ein erstes Camp sowie verschiedene Workshops, die den Austausch zwischen Hochschule und HipHop-Community fördern sollen. Dabei verfolgt das Projekt einen bewusst praxis- und ergebnisorientierten Ansatz. Ziel sei es, konkrete Formate und Ergebnisse zu entwickeln, anhand derer der Transfergedanke sichtbar und nachvollziehbar werde. Den Abschluss der Pilotphase bildet am 26. Oktober eine öffentliche Konzert- und Präsentationsveranstaltung in der JazzHall der HfMT. Gleichzeitig blickt Sprick über die Pilotphase hinaus: Sein Wunsch sei es, HipHop mittel- und langfristig im Curriculum der Hochschule zu verankern und damit neue Perspektiven auf künstlerische Ausbildung und Hochschulkultur zu eröffnen. Hamburg biete hierfür besonders gute Voraussetzungen und könne damit auch bundesweit Impulse für eine zeitgemäße und offene Hochschulentwicklung setzen.

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„che contrasto d’affetti– Ambivalenz und Ambiguität als Themenschwerpunkt der druckfrischen zwoelf-Ausgabe Nr. 38 des Sommersemesters 2026

Schwankend zwischen Liebe und Hass gebenüber dem schillernden Scheusal namens Don Giovanni singt Donna Elvira vor ihre Arie „Mi tradì“ in Mozarts „Oper aller Opern“ ein vor innerer Anspannung berstendes Rezitativ. In ihm heißt es: „che contrasto d’affetti in sen ti nasce!“ Ein krasser Widerstreit der Gefühle wütet in ihr. Dieses in einer einzigen menschlichen Brust tobende psychologisch Mehrdeutige lässt sich indes auch in größeren Zusammenhängen wiederentdecken, nicht zuletzt in der Beschäftigung mit Musik und Theater. Immer wieder entsteht erst aus Reibungen das Relevanteste. Deshalb ist es angesichts unserer komplexen Gegenwart kein Zufall, dass sich diese Ausgabe der zwoelf, unsere Nr. 38, einem Begriffspaar widmet, das Spannungen und Mehrdeutigkeiten besonders präzise beschreibt: Ambivalenz und Ambiguität. Beide Phänomene spielen in den Künsten eine zentrale Rolle. Sie zeigen eine besondere Stärke künstlerischer Ausdrucksformen: die Fähigkeit, Erfahrungen zu ermöglichen, die sich nicht auf eine einzige Perspektive reduzieren lassen.

Über die Potenziale des Mehrdeutigen berichtet diese Ausgabe der Hochschulzeitung zwoelf als Schwerpunkt in ihrem Thementeil. Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre der zwoelf Nr. 38, die gratis zum Mitnehmen in den Foyers der HfMT bereitliegt.

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